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 Frühgeschichte (aus Chronik von Bonenburg Josef Floren 1982)
   Bonenburg in Westfalen
Die Besiedlung
Grabungsfunde, urkundlich erwähnte Siedlungen und Wüstungen, Flurnamen, Ortsnamen.

Zur heutigen Gemarkung Bonenburgs gehören über 12 qkm. Ihre Besiedlung mag zunächst aus Streusiedlungen und Weilern germanischer Herkunft bestanden haben. Schon vor der Zeit der Weiler, in der sog. Steinzeit, lebten Menschen in unserer Gegend; das beweist das Steingrab im "Weissen Holz" bei Rimbeck (2,5 km südöstlich von Bonenburg). Bei Wegverbesserungen im Jahre 1906 fanden Waldarbeiter bei ihren Arbeiten ein vorgeschichtliches Grab, das infolge seines eigenartigen Baues Ganggrab genannt wird. Prof. Dr. Götze, Berlin, der die Ausgrabungen leitete, konnte nach Überwindung vieler Schwierigkeiten eine Grabstätte offenlegen, die ausgezeichnet erhalten war und den aufschlussreichen Inhalt ans Tageslicht fördern. Das Grab misst 13,20 m in der Länge, 2 m in der Breite und liegt 1m tief gebettet.
Ringsherum ist es mit mächtigen Sandsteinplatten eingefasst. Da im "Weissen Holz" nur Kalksteine lagern. müssen die schweren Sandsteinplatten aus dem nahen Hoppenberg oder den Sandsteinmassen der Egge entnommen sein, ein Umstand, der auf Gemeinschaftsarbeit und auch auf einen hohen Ahnenkult hinweist. Bei den Ausgrabungen, die dort vorgenommen wurden, kamen über 200 Skelette zu Tage. Diese stammen von Männern, Frauen und Kindern.
Ein interessanter Fund wurde im Jahre 1976 von dem Bauern Franz Legge beim Pflügen auf seinem Acker gemacht. Dort fand Legge ein Steinbeil. Fachleute bezeichnen dieses als donauländische Steinaxt der Jungsteinzeit aus dem 4. Jahrhundert vor Christus. Dieses Beil wurde unbeschädigt gefunden.
Noch in jüngster Zeit sind zwei Hügelgräber im Struckholz (Besitzer Freiherr von Weichs) ausgemacht worden. Leider wurden diese Gräber früher von Unbekannten räuberisch geöffnet. Es handelt isch um wichtige Hinterlassenschaften der während der Bronzezeit (des 2. Jahrtausend vor Christus) in unserer Heimat sesshaften Menschen.
Diese Gräber und Funde sind ein Beweis dafür, dass bereits in der jüngeren Steinzeit 600 - 2000 v. Chr. und in der nachfolgenden Bronzezeit Menschen unseren Raum besiedelt haben.
Siedlungsgeschichtlich gehörte Bonenburg später zum "sächsischen Hessengau". Fest steht, dass die Nachbargemeinden schon in karolingischer Zeit bestanden haben. Die ganze Gegend spielte unter Karl dem Goßen 768 - 814 eine bedeutende Rolle.
  
donauländische Steinaxt
Fundort Bonenburg
Franz Legge 1976